Freitag, 30. März 2007

Am liebsten schreiben Blogger über sich selbst



Zitate über Blogger von Ernst Probst

Veröffentlichung einzelner Zitate auf anderen Webseiten
nur mit Genehmigung des Autors!

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Am liebsten schreiben Blogger über sich selbst.

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Auch Blogger sollten wissen: Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass man jeden ungestraft beleidigen oder beschuldigen darf.

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Bei den Bloggern ist es wie bei den Journalisten: Nicht jeder ist ein Meister seines Faches.

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Bevor sich jemand Redakteur nennen darf, muss er erst ein bis zwei Jahre lang viel lernen. Den Titel Blogger hat man schon nach 10 Minuten.

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Blogger berichten und kommentieren oft schneller als Journalisten.

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Blogger können mutiger als Zeitungsjournalisten sein. Sie müssen keinen Verleger, keinen Chefredakteur, keinen Ressortleiter und keine Anzeigenkunden fürchten.

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Blogger leisten einen wertvollen Beitrag zur Meinungsvielfalt.

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Blogger schreiben oft aus Idealismus.

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Blogger sind eine Herausforderung für Journalisten.

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Blogger sind keine besseren Menschen, sondern nur so intelligent oder blöd wie alle anderen auch.

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Blogger und Journalisten machen oft denselben Fehler: Sie nehmen sich viel zu wichtig.

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Das Leben jedes Bloggers ist interessant, aber nicht jeder Blogger kann darüber interessant schreiben.

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Der Albtraum jedes Bloggers ist, dass sich niemand für sein Weblog interessiert.

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Der Artikel eines Bloggers bleibt jahrelang im Internet lesbar, wenn der Artikel eines Zeitungsjournalisten schon längst auf der Müllkippe vermodert ist.

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Die Artikel von Journalisten werden von vielen Leuten gelesen, diejenigen von Bloggern in der Regel nur von wenigen.

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Die schlimmsten Blogger sind diejenigen, die wenig Ahnung haben, aber alles kommentieren.

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Ein Journalist errreicht oft mit einem einzigen Artikel mehr Leser als ein Blogger mit 1000 Artikeln.

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Erfolglose Blogger kritisieren am liebsten erfolgreiche Blogger.

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Es gibt Blogger, die schon nach der Veröffentlichung des ersten Textes zugeben, dass ihnen nichts mehr einfällt, worüber sie schreiben könnten.

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Manche Blogger, die aufgeregt mit dem Zwei-Finger-System einige voller Fehler strotzende Zeilen getippt haben, halten sich bereits für Topjournalisten

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Manche Blogger haben im Internet den Pranger wieder eingeführt.

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Manche Blogger nehmen sich Freiheiten, die sie gar nicht haben.

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Manche Blogger regen sich fürchterlich über Weblogs mit Werbung auf. Vielleicht liegt das daran, dass sie selbst nichts besitzen, für das man werben könnte.

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Mancher Blogger verwendet Ausdrücke, die einen Journalisten seinen Job kosten würden.

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Seit es Blogger gibt, sind Journalisten nicht mehr ganz so wichtig.

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Spezialität mancher Blogger, die mit Mühe wenige Zeilen zustandebringen: Leute kritisieren, die viele lesenswerte Artikel oder erfolgreiche Bücher schreiben.

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Viele Blogger verwenden auffällig oft das Wort "ich".

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Was manche Blogger für Mut halten, ist in Wirklichkeit nur eine Beleidigung.

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Wenn mancher Blogger wüsste, wie wenig seine Texte gelesen werden, würde er sich nicht für so wichtig halten.

Ernst Probst ist Journalist und Buchautor und betreibt mehrere Weblogs wie http://biografien-news.blog.de, http://medien-news.blog.de oder http://dinosaurier-news.blog.de. Zusammen mit seiner Ehefrau Doris Probst gab er unter anderem das Taschenbuch "Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien" heraus".

1 Kommentar:

Maria hat gesagt…

Hallo Herr Probst

Gefällt mir richtig gut Ihr neuer Blog. Bin immer wieder überrascht wie viel Infos Sie sammeln.
Liebe Grüße vom Bodensee Maria